Pipettieren im Biolabor des ZMT

Strategisches Management

IIIa: Capacity Development

Um den Aufbau von wissenschaftlicher Expertise in Deutschland und in den Partnerländern zu unterstützen, engagiert sich das ZMT im Bereich Capacity Development und bietet praktische Ausbildung für Studenten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler an. Der Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Forschungsprozessen wird vor allem durch die aktive Beteiligung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern aus Deutschland und den Partnerländern erreicht. 

Die Professoren des Instituts unterrichten an den kooperierenden Universitäten, von denen sie berufen wurden, und das ZMT führt gemeinsam mit der Universität Bremen den Masterstudiengang ISATEC (International Studies in Aquatic Tropical Ecology) durch. Darüber hinaus beteiligen sich mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter des ZMT an Lehre und Ausbildung an ausländischen Institutionen, und das ZMT unterstützt mehrere Stipendienprogramme zur Finanzierung von Kurzzeitaufenthalten für Wissenschaftler aus den Partnerländern. Mit einer gezielten Alumni-Strategie und einem weltweiten Alumni-Netzwerk erhält das ZMT den Kontakt zu ehemaligen Wissenschaftlern des Instituts aufrecht.

IIIb: Forschungsinfrastruktur

Leistungen der Forschungsinfrastruktur stehen den wissenschaftlichen Abteilungen des ZMT sowie den Kooperationspartnern zur Verfügung und können gegen eine Gebühr auch von externen Nutzern in Anspruch genommen werden. Zu den Leistungen gehören Vorbereitung und Analysen im Chemielabor, im Biologielabor, in der Meeresversuchsanlage MAREE sowie im Schleiflabor und Rasterelektronenmikroskopie-Labor. Das ZMT unterhält Feldstationen in Brasilien und Indonesien und hat sich zu einer Ausbildungsstätte für tropisches Forschungstauchen entwickelt.

IIIc: Wissenschaftsmanagement

Der Bereich Wissenschaftsmanagement beinhaltet konkrete Maßnahmen, um die strategische Positionierung des ZMT zu stärken, wie beispielsweise Projektanbahnungen und Partnerschaften, die Suche nach neuen disziplinären Kooperationen sowie die Mitgliedschaft in strategisch wichtigen Verbänden und Konsortien wie dem Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) und dem Leibniz-Forschungsverbund Biodiversität. Das Wissenschaftsmanagement beobachtet zudem die Forschungslandschaft und unternimmt Lobbyarbeit bei deutschen und europäischen Fördergebern.

IIId: Koordination und Beratung

Das Büro für Wissensaustausch (Office for Knowledge Exchange) wurde 2014 gegründet, um den Dialog mit verschiedenen internationalen und nationalen Stakeholdern aktiv zu fördern. Unterstützungen während der Projektplanung und Umsetzungsphase umfassen die Aufbereitung von politischen, kulturellen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern; Identifikation relevanter Interessensgruppen; Entwicklung eines umfassenden Kommunikationskonzeptes, das auf die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen abgestimmt ist; Unterstützung bei kapazitätsbildenden Maßnahmen und Identifizierung von Finanzierungsmöglichkeiten für diese Aktivitäten.

Zusätzlich bietet das ZMT Beratungsleistungen an, führt Workshops durch und schreibt Kurzdossiers für lokale Akteure in den tropischen Partnerländern. Darüber hinaus koordiniert das ZMT die Entwicklung und Umsetzung von Forschungs- und Bildungsprojekten, die viele in- und ausländische Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammenbringen, und ist für die Koordination von mehreren Verbundprojekten verantwortlich.