Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) ist in verschiedenen internationalen Organisationen aktiv, die sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kooperation in meeresbezogener Forschung, Ausbildung und Schutzprogrammen zu fördern. Sie unterstützen Regierungen in ihren Bemühungen um ein nachhaltiges Küstenmanagement durch Wissens- und Technologietransfer sowie die Koordination von internationalen Ausbildungsprogrammen.

Die Aktivitäten von Mitarbeitern des ZMT in Gremien internationaler Organisationen tragen dazu bei, die deutsche marine Tropenforschung in internationale Programme einzubinden und bei der Entwicklung von Strategien Einfluss zu nehmen. Die Kooperationen mit Partnern in Schwellen- und Entwicklungsländern ermöglichen es dem ZMT, eine zukunftsfähige und gestaltende Position im Nord-Süd-Dialog zu finden.

 

Das ZMT engagiert sich in folgenden internationalen Organisationen und Netzwerken:


Ocean Governance for Sustainability – Challenges, Options and the Role of Science

Die COST Action “Ocean Governance for Sustainability – Challenges, Options and the Role of Science” umfasst ein einzigartiges, transdisziplinäres Netzwerk mit Partnern aus 26 Ländern. Hier werden integrative Visionen und Ansätzen entwickelt, die Forschung und zukünftigen politischen Strategien Richtlinien zur Überbrückung fragmentierter Regulierungsrahmen bei Nachhaltigkeitsthemen in Bezug auf Ozeane, Meere und Küstenlinien in regionalen Gewässern sowie dem offenen Ozean außerhalb nationaler Zuständigkeiten, geben können.


EuroMarine Network

Das European Marine Science Network wurde im Jahr 2014 gegründet als „Bottom-Up“- Organsation und Stimme der meereswissenschaflichen Gemeinschaft in Europa. EuroMarine hat sich als vorrangige Ziele gesetzt, wichtige, sich abzeichnende wissenschaftliche Themen oder Fragen und damit einhergehende Methoden zu identifizieren und weiter zu entwickeln. Zudem sollen neue Dienstleistungen für die meerwissenschaftliche Gemeinschaft in Europa entwickelt werden.

International Ocean Institute (IOI)

Das Interntional Ocean Institute (IOI) wurde 1972 von Elisabeth Mann-Borgese als gemeinnützige internationale Organisation in Malta gegründet. Es besteht heute aus einem Netzwerk von Außenstellen an Forschungsinstituten und Universitäten in 25 Ländern. Seit 2002 beherbergt das ZMT die deutsche Niederlassung. Das IOI setzt sich für eine friedliche und nachhaltige Nutzung der Ozeane ein und ist in Ausbildung und Beratung zu Themen wie Seerecht, Management von Küsten und Ressourcen, Verschmutzung oder Verkehr und Transport aktiv.

SCOR / SCOPE (ICSU)

Das ZMT kooperiert mit den Kommitees "Scientific Committee on Problems of the Environment" (SCOPE) und "Scientific Committee on Oceanic Research" (SCOR) des "International Council for Science" (ICSU). Für SCOPE führt es den Vorsitz des deutschen Landesausschusses, für SCOR des neu eingerichteten „Committee for Capacity Building“. Es nimmt zudem an gemeinsamen Forschungsvorhaben teil.

Intergovernmental Oceanographic Commision (IOC) - UNESCO

Verbindungen bestehen auch zu der IOC, insbesondere zu deren Südostasien-Vertretung IOC-WESTPAC. Das ZMT beteiligt sich an der Entwicklung von Ausbildungsstrategien.

Centre for Science and Technology of the Non-aligned Movement and Developing Nations (NAM S&T Centre)

Im Rahmen einer Kooperation mit dem NAM S&T Centre in Neu Delhi bietet das ZMT besonders begabten jungen Wissenschaftlern aus tropischen Ländern die Möglichkeit zu einem Gastaufenthalt am Institut (siehe auch NAM-Fellowships).