Das Biolabor am ZMT

Das Biologielabor ist eine moderne Infrastruktureinheit, die ein breites Spektrum biologischer Analysen ermöglicht, unterstützt durch erfahrende Labortechnikerinnen. Zu den wichtigen Routineanwendungen zählen mikrobiologische und molekulare Analysen, aber auch die Probenaufarbeitung im Allgemeinen.

Spezielle Anwendungen wie Respirationsexperimente, Enzymkinetiken, sterile Anzucht von Mikroalgen, morphologische Bestimmung von Fischlarven und Probenaufbereitung zur Fettsäure-Charakterisierung mariner Planktonproben fußen auf langjähriger Expertise und guter Ausstattung (u.a. Präzisionswaage, diverse Photometer, Fast Prep, Casey Cell Counter).

Neben der allgemeinen Aufgabe Arbeitsflächen bereitzustellen, beispielsweise auch im Klimakonstantraum, bietet das Biologielabor auch Raum, Ausstattung und Know how für spezialisierte Anwendungen.

Mikrobiologie
Ein Bereich des Biologielabors ist als Labor der Schutzstufe 2 ausgestattet und ermöglicht hier die Arbeit mit Mikroalgen und Bakterien in einer sauberen und sicheren Umgebung. Inkubatoren, Autoklav, Ultra Tiefkühler und Sicherheitswerkbank sind hier die Herzstücke der Ausstattung. Zudem wird dieser Bereich für gentechnische Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 genutzt.

Molekularbiologie
Die räumliche Trennung der verschiedenen Arbeitsschritte beugt hier möglichen Kontaminationen vor. In angrenzenden Laboren sind Post-PCR und DNA Extraktion voneinander getrennt. Zusätzlich kann DNA aus Umweltproben im eDNA (environmental DNA) Container in sauberer Umgebung isoliert werden. Arbeiten mit DNA und RNA werden je nach Probenaufkommen im single tube als auch in 96ger Platten durchgeführt.

Mikroskopie
Verschiedene optische Instrumente wie Stereomikroskope und ein Fluoreszenzmikroskop stehen für taxonomische und histologische Untersuchungen zur Verfügung. Ergänzt wird diese Ausstattung durch ein Buoyant Weight System.

Formollabor
Ein Abzug und verschiedene Absaugeinrichtungen ermöglichen das sichere Arbeiten mit Formolproben und anderen Lösungsmitteln.

Feldarbeit
Die Feldarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Forschung am ZMT. Multiparametersonden, verschiedene Logger und zahlreiche optische Sensorensysteme, wie zum Beispiel ein PAM-Fluorometer beschreiben die umfangreiche Feldausrüstung. Gesammelte biologische Proben können je nach Material in einem Formollager, zwei -80°C Tiefkühlschränken oder in entsprechenden Kammern bei -20°C oder 4°C aufbewahrt werden.

 

 Ueber Uns Struktur Services Tropenforschung BiologielaborTeam

Prof. Dr. Martin Zimmer, Dr. Achim Meyer, Stefanie Bröhl, Levy Otwoma, Constanze von Waldthausen und Sonja Peters