Das ZMT nutzt vielseitige Formate im Bereich der Umweltbildung, um die Gesellschaft in aktuelle Forschung zu integrieren und das Bewusstsein für drängende Nachhaltigkeitsfragen zu steigern. Bei der Entwicklung von neuen Materialien und Formaten kooperieren das Büro für Öffentlichkeitsarbeit (PR) und das Büro für Wissensaustausch (OKE) des ZMT miteinander. Während das OKE seinen Schwerpunkt darauf legt, in den Tropen mit geeigneten Formaten Umweltbildung und Handlungsvermögen (Capacity Development) zivilgesellschaftlicher Akteure zu verbessern, richtet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ZMT ihre Aktivitäten hauptsächlich auf die Öffentlichkeit und Interessensgruppen in Deutschland und seinen Nachbarländern. Es konnten bereits viele Projekte realisiert werden:

Umweltbildungsprojekte der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die PR des ZMT nutzt verschiedenste Formate, um eine breite Öffentlichkeit anzusprechen, wie Vorträge, Ausstellungen und Messen, Veranstaltungen der Wissenschaftsjahre, Tage der offenen Tür oder Workshops für Schüler. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Formaten finden Sie hier.

Umweltbildungsprojekte des OKE

  • Die Zusammenarbeit mit Schulklassen trägt dazu bei, bereits junge Generationen für Nachhaltigkeitsthemen zu interessieren. Beim Projekt „Seagrass for Life“ auf Sansibar beispielsweise diskutierten Schüler, Lehrer, Wissenschaftler, Algenfarmer und Fischer gemeinsam die Bedeutung der Seegraswiesen für die lokale Wirtschaft und Umwelt. Kinder aus vier Schulen vor Ort werden aktiv in die Forschung einbezogen, indem sie angeschwemmte Seegrasfrüchte am Strand sammeln und später das Heranwachsen neuer Sämlinge beobachten.
  • Im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen Bremen und Durban (Südafrika) berät das ZMT die Stadt Bremen in den Bereichen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Meeresschutz und schult kommunale Akteure sowie junge Menschen. Das Thema Meeresverschmutzung fand im Projekt "Bremen-Durban Marine Environmental Education Network" (MEEN) besondere Beachtung. Die im Projekt entwickelte Broschüre "Marine Plastic Pollution" führt Lehrer aus Bremen und Durban in das Thema ein und gibt eine Übersicht über Lehr- und Lernmaterialien, die im Schulunterricht eingesetzt werden können. Ziel des MEEN-Projektes ist es unter anderem, Jugendlichen in Workshops Wissen zum Meeresschutz zu vermitteln. Dieses geben die sogenannten „Ocean Champs“ dann in ihren Gemeinden weiter, um die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Meeresschutzes zu sensibilisieren.
  • Die ZMT Fact Sheet Serie arbeitet Forschungsergebnisse übersichtlich auf. Sie wird in der Umweltbildung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren genutzt. Je nach Vorwissen der Zielgruppe können die Ergebnisse unterschiedlich ausführlich dargestellt werden.
  • Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bremen entwickelte das ZMT ein Virtual Reality Lernspiel. Basierend auf einem wissenschaftlichen Simulationsmodell entstand ein 3D-Riffmodell, bei dem der Spieler oder die Spielerin in einem virtuellen Tauchgang mit den einzelnen Riffkomponenten interagieren, Rifforganismen untersuchen und Aufgaben zum Schutz des Korallenriffs lösen kann. Ziel des Lernspiels ist es, das Verständnis von Riffprozessen zu verbessern und dazu beizutragen, Forschungserkenntnisse über Riffprozesse und Management in die Öffentlichkeit zu bringen.


Andrea Daschner
Leitung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Fax: +49(0)421 238 00-30
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Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) GmbH
Fahrenheitstraße 6
28359 Bremen
Deutschland
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Sitz der Gesellschaft: Bremen
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Handelsregister Nr. HRB 25746 HB
Steuer-Nr. 460/145/09737
USt.-IdNr. DE 266278207
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Dr. Heide Ahrens
Geschäftsführung: Dr. Werner Ekau (kommissarisch), Dr. Nicolas Dittert

Das ZMT hat eine lange Geschichte in der Erfassung von Felddaten in marinen tropischen Lebensräumen. Trotz der Existenz einer Datenbank sind diese Daten jedoch für die breitere wissenschaftliche Gemeinschaft nicht ohne weiteres zugänglich. Darüber hinaus sind Daten von verschiedenen Institutionen auch über ähnliche Forschungsstandorte oft schwer zu finden und zu identifizieren.

Wir haben einen Prototyp eines wissenschaftlichen Webportals entwickelt, um die vom ZMT und anderen Institutionen gesammelten Daten zu präsentieren. Das Portal ist mit der ZMT-Datenbank verbunden, kann aber Daten aus verschiedenen Quellen nahtlos in ein einfaches webbasiertes Geoportal integrieren.

Es ermöglicht die gleichzeitige Anzeige unterschiedlicher Datensätze auf einer einzigen Karte. Ziel ist es, alle Daten gleichermaßen zu fördern und die Flexibilität zu bieten, sich mit jedem Speichersystem zu verbinden, wodurch individuell unstrukturiert archivierte Forschungsdaten („Long-Tail-Daten“) effektiv so sichtbar werden wie die in großen, etablierten Repositorien. Die geringe Eintrittsbarriere ermöglicht es Wissenschaftlern und Organisationen, während des gesamten Forschungsprozesses Daten einfach hinzuzufügen, was zu mehr Transparenz, Offenheit und Reproduzierbarkeit führt. Diese Flexibilität und Funktionalität macht Spatial Data Hub zu einer neuen Plattform für Forscher, um ihre Arbeit zu fördern, neue Hypothesen zu entwickeln und neue Kooperationen zu schaffen. Das ZMT Forschungsdatenportal ist Teil der breit angelegten DigiZ-Initiative zur Entwicklung eines digitalen ZMT.

Der Prototyp des Portals ist verfügbar unter: https://spatialdatahub.org/. Es ist auch in die Webseiten der ZMT-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler integriert.

Das Portal wird in einem Beitrag in Nature Scientific Data vorgestellt. https://doi.org/10.1038/sdata.2019.14

Der Quellcode des ZMT - Portals ist auf ZENODO Open Access verfügbar:

https://doi.org/10.5281/zenodo.2222641

https://doi.org/10.5281/zenodo.2222698

 

Gute Forschung braucht eine gute Datengrundlage. Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigt die Menge der Forschungsdaten aus der Wissenschaft inflationär an. Für interdisziplinäre Forschung haben diese Daten einen herausragenden Wert, da sie vergleichende und in Raum und Zeit großskalige Auswertungen und Metaanalysen ermöglichen. Der verantwortungsbewusste und transparente Umgang mit Forschungsdaten macht die wissenschaftlichen Ergebnisse reproduzierbar und gehört daher unbedingt zur guten wissenschaftlichen Praxis dazu. Das ZMT setzt sich dafür ein, dass Forschungsdaten FAIR (findable, accessible, interoperable, reusable) und, wann immer es möglich ist, offen zugänglich gemacht werden.

Bereits 2015 hat das ZMT daher eine OpenDataPolicy verabschiedet, die derzeit im Hinblick auf die neuesten nationalen und internationalen Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement überarbeitet wird. Ein Konzept zum Umgang mit Forschungsdaten und Metadaten am ZMT befindet sich derzeit im Aufbau.