Das Promotionsvorhaben untersucht die gegenseitige Bedingtheit von Ideen, Technologien und Wissenstypen bei meeresbezogenen Katastrophen mit sozialer und ökologischer Gefährdung | Foto: Anna-Katharina Hornidge, ZMT

Zielsetzung

Das Promotionsvorhaben untersucht die gegenseitige Bedingtheit von Ideen, Technologien und Wissenstypen bei meeresbezogenen Katastrophen mit sozialer und ökologischer Gefährdung, wobei der Schwerpunkt im Besonderen auf der Interaktion „nicht einheimischer“ Ideen und Technologien wie z. B.  dem Tsunami-Frühwarnsy-stem (TEWS) liegt.

Fragestellung

 (1) Wie und warum überschreiten bestimmte Formen des Wissens ihre angestammten Grenzlinien bei der gemeinsamen Entwicklung des indonesischen TEWS? (2) Wie wird das TEWS heute, angesichts der künftigen Bedrohung durch das Sunda Megathrust in der Südjawa-See, genutzt, legitimiert und gesellschaftlich akzeptiert?

Konzeptioneller Rahmen

  • Epistemic Mobilities (Hornidge et al., in Bearbei-tung)
  • Social arrangements of technology (Winner, 2007)

Ethnographische Methoden

Tiefeninterviews, Fokusgruppendiskussionen und teilnehmende Beobachtung

Nach den jüngsten atypischen Tsunami-Ereignissen im Jahr 2018 in der Sundastraße und in Zentral-Sulawesi untersucht diese Studie den Aufbau verschiedener Wissensfelder und Technologien, die das „indonesische Tsunami-Frühwarnsystem“ als aktuelles soziales Produkt hervorgebracht haben, welches zugleich gesellschaftspolitisch umstritten ist.

Projektpartner

Universität Bremen

Indonesian Institute of Sciences (LIPI)

Universitas Indonesia