Ministerien, Verwaltungen, Behörden, Agenturen und Parlamente auf nationaler und lokaler Ebene gehören zu den wichtigsten Entscheidungsträgern, die das nachhaltige Management von Küstenökosystemen beeinflussen. Politische Richtlinien zu entwickeln, mit denen sich die komplexe Herausforderung einer nachhaltige Entwicklung bewältigen lässt, hängt dabei maßgeblich von wissenschaftlichem Fachwissen ab. Wissenschaftliche Expertise ermöglicht der Umweltpolitik, die Ursachen und Effekte von Umweltveränderungen, Klimawandel, Biodiversitätsverlust usw. besser zu verstehen und darauf zu reagieren.

 

Am ZMT beinhaltet die Einbeziehung von Akteuren aus der Politik viele verschiedene Formate:

  • Beratung in Wissenschafts- und Umweltpolitik: Eine besondere Pflicht des ZMT ist es, die freie Hansestadt Bremen und deutsche Bundesregierung sowie ihre Repräsentanten auf EU-Ebene im Bereich mariner Forschung zu beraten. Dazu gehören vor allem die Bereiche Entwicklung und wissenschaftliche Kooperation mit Ländern der Tropen.
  • Das ZMT engagiert sich in der Beratung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bezüglich der Aufstellung einer Agenda für Küsten- und Meeresforschung. Dies geschieht entweder direkt oder über die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) oder das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM). Darüber hinaus bietet das ZMT regelmäßige Diskussionen zwischen Wissenschaftlern und Mitgliedern der Bremischen Bürgerschaft an und lädt politische Abgeordnete ins Institut oder zu seinen Projekte in die Tropen ein.
  • Mit seinem multi- und interdisziplinären Fachwissen ist das ZMT einzigartig im Bereich der Tropen. Diese Fachkenntnisse werden mit Regierungsorganen wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Auswärtigen Amt (AA), der deutschen Sektion der Internationalen Ozeanographischen Kommission (IOC), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und weiteren Institutionen (EU, G7) geteilt oder von diesen angefordert.
  • Das ZMT bietet einen offiziellen Beratungsdienst: Dieser beinhaltet die Vorbereitung von Referenzgutachten, Strategieentwicklung und Teilnahme in Komitees und Beratungsgremien.
  • Die ZMT Policy Brief Serie zielt darauf ab, politische Entscheidungsträger über Schlüsselerkenntnisse aus der ZMT-Forschung zu informieren und sie mit konkreten Empfehlungen für eine nachhaltige Umweltpolitik auszustatten.
  • Bei der Veranstaltungsreihe Leibniz in der Bremischen Bürgerschaft tauschen sich Parlamentsabgeordnete sowie Senatoren und andere Mitarbeiter der bremischen Bürgerschaft mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Leibniz-Institutes aus Bremen, Niedersachsen und Hamburg aus.
  • Stakeholder Workshops in Forschungsprojekten in Partnerländern: Lokale und nationale Stakeholder arbeiten mit Wissenschaftlern des ZMT zusammen an Langzeitmaßnahmen, um ihr jeweiliges Wissen zu übermitteln und zusammenzubringen.
  • Außerdem engagiert sich das ZMT bei lokalen und internationalen politischen Veranstaltungen (UN Ocean Conference, Tagungen von UN-Gremien).