Martina Brockmeier | Foto: David Aussenhofer / Wissenschaftsrat

Martina Brockmeier wird Mitte 2022 Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft

Martina Brockmeier wird neue Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft. Die Mitgliederversammlung wählte die Professorin von der Universität Hohenheim mit überwältigender Mehrheit zur Nachfolgerin von Matthias Kleiner, der nach acht Jahren an der Spitze der Forschungsorganisation nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand. Martina Brockmeier wird ihr Amt zum 1. Juli 2022 antreten. Die Amtszeit der Leibniz-Präsidentschaft beträgt vier Jahre.

„Ich freue mich sehr über die Wahl zur Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft. Für das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich herzlich“, sagte Martina Brockmeier nach der Mitgliederversammlung. „Mich begeistert die große Vielfalt von Fachrichtungen und die tief verankerte Interdisziplinarität der Leibniz Gemeinschaft. Damit bietet sie exzellente Voraussetzungen, um den großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Die Leibniz-Gemeinschaft zu unterstützen, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Nutzen der Gesellschaft anzuwenden, ist eine der interessantesten Aufgaben im deutschen Wissenschaftssystem, die ich mit großer Freude annehme.“

Der amtierende Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sagte: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Martina Brockmeier als künftige Leibniz-Präsidentin, die das Potential der Gemeinschaft und ihrer Forschung kennt und für kommende Herausforderungen weiter stärken wird.“

Martina Brockmeier war im April 2021 durch das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft auf Empfehlung einer ausgewiesenen Findungskommission für das Amt nominiert worden.

Von 2017 bis 2020 war Martina Brockmeier Vorsitzende des Wissenschaftsrats, dem wissenschaftspolitischen Beratungsgremium von Bund und Ländern zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung von Wissenschaft, Forschung und Hochschulen, dem sie seit 2014 angehörte. Martina Brockmeier war als Vorsitzende des Wissenschaftsrats qua Amt Mitglied des Leibniz-Senats und zuvor von 2001 bis 2009 Mitglied im Senatsausschuss Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft sowie Mitglied im DFG-Fachkollegium. Derzeit ist sie darüber hinaus Mitglied im Senatsausschuss Strategische Vorhaben der Leibniz Gemeinschaft, in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), im Academic Advisory Council der Universität Heidelberg und im GTAP Advisory Board der Purdue University (USA). Sie ist seit 2009 Professorin für Internationalen Agrarhandel und Welternährungswirtschaft an der Universität Hohenheim.

Neue Vizepräsidentin

Neue Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft ist die Agrartechnikerin Barbara Sturm. Die wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam und Professorin für Agrartechnik in bioökonomischen Systemen an der Humboldt-Universität zu Berlin wurde von der Mitgliederversammlung für eine zweijährige Amtszeit gewählt. Barbara Sturm tritt die Nachfolge von Kathrin Böhning-Gaese von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung an, die nach zwei Amtszeiten aus dem Vorstand der Leibniz-Gemeinschaft ausscheidet.

Barbara Sturm ist in der Verfahrens- und Umwelttechnik ausgebildete Ingenieurin. Mit Promotion und Habilitation in der Agrartechnik beschäftigt sie sich seit über 15 Jahren mit Fragen der Nachhaltigkeit, Ernährungssicherung sowie effizienten Ressourcennutzung und regenerativen Energiebereitstellung in industrialisierten, Schwellen- und Entwicklungsländern. Bevor sie 2020 die Leitung des ATB in der Leibniz-Gemeinschaft übernahm, war Barbara Sturm Leiterin der Forschungsgruppe „Verfahrens- und Systemtechnik in der Landwirtschaft“ an der Universität Kassel. Seit November 2021 ist Barbara Sturm Mitglied im Vorstand der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA).

Weitere Informationen zu Barbara Sturm auf den Internetseiten des ATB unter www.atb-potsdam.de/de/ueber-uns/team/mitarbeiter/person/barbara-sturm