This project investigates if the culture of lower tropic level jellyfish could be a resource-efficient protein supply. | Photo: Achim Meyer, ZMT

Hintergrund

Eine stetig wachsende Weltbevölkerung, Ressourcenknappheit und Klimawandel erzeugen zunehmend Druck auf die Nahrungsmittelversorgung.  Für eine Zukunft global gleichmäßig verteilte  Nahrungsmittelsicherheit und Nährstoffversorgung ist die Erschließung alternativer Proteinquellen von entscheidender Bedeutung.

In dem interdisziplinären Projekt “Nahrungsmittel für die Zukunft” (F4F), forschen verschiedene Leibniz-Institute in Kooperation mit Partnern aus dem Privatsektor an der Nutzbarmachung neuer Proteinquellen. In diesem Konsortium erforscht das ZMT innovative Aquakultursysteme. Marine Aqua-kultur trägt heutzutage hauptsächlich durch die Monokulturen von Raubfischen und Krustentieren zur globalen Proteinversorgung bei. Diese Aqua-kulturverfahren sind jedoch größtenteils abhängig von Fischmehl und Fischöl und damit keine nachhaltige Lösung. Im Gegensatz dazu, benötigt die Zucht von Quallen keine fischbasierte Zufütterung und bietet somit eine sehr viel effizientere Möglichkeit zur Proteingewinnung. 

Das Potential von Quallen zur Proteingewinnung

In Asien wird der Verzehr von Quallen traditionell als gesundheitsfördernd angesehen. Der Proteingehalt in Quallen beträgt bis zu 50% (Trockengewicht), mit einem hohen Anteil an wichtigen Aminosäuren (AS) u.a. γ-polyglutamic acid (γ-PGA) und polylysine.

Des weiteren zeigen eine Vielzahl von Quallen ein weites Spektrum an bedingt essentiellen Aminosäuren. Diese können als nützliche Nahrungsergänzung für Menschen mit AS-Mangel dienen. Die globale Nachfrage nach Quallen nimmt stetig zu, einige Arten zeigen bereits Anzeichen von Überfischung. Das Interesse an Quallen aus Aquakulturen wächst daher stark, und die Liste von vielversprechen-den Arten für eine kontrollierte Zucht ist lang.

Projektpartner

Forschungsfeld I – Organismen: IGZ – Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, ZMT – Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, ATB – Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.

Forschungsfeld II – Urbane Bioräume:  IAP – Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e. V., pmp – Project development GmbH (Architektur)

Forschungsfeld III – Smart Nutrition: TU Wildau – Technische Universität Wildau, DIfE – Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Forschungsfeld IV – Social Science: IGZ – Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau,ZMT – Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, FUB – Freie Universität Berlin

Weitere Partner: OSRAM – Opto Semiconductors GmbH, InnoMat – InnoMat GmbH, TU – Terra Urbana Umlandentwicklungs-GmbH, ADM – Wild Europe GmbH & Co. KG