Bei diesem Projekt steht die Entwicklung von Methoden zur Verbesserung des Sediments im Mittelpunkt, um Sämlinge in die Lage zu versetzen, Stressfaktoren besser standzuhalten. | Foto: Anna Fricke, ZMT

Die Notwendigkeit für Seegras Renaturierung

Der Wert gesunder und produktiver Seegras-Ökosysteme wird auf mehr als 1,9 Trillionen US$ pro Jahr geschätzt. Doch Seegräser stehen unter großem anthropogenen Druck, was zu einem jährlichen Verlust von geschätzten 7% führt. Basierend auf der aktuellen Hochrechnung werden bis 2100 ca. 30-40% der weltweiten Seegrashabitate zerstört sein.

Um der weitreichenden und schnellen Zerstörung entgegenzuwirken, müssen wir handeln. Renaturierung spielt eine Schlüsselrolle,  um unsere Seegras-Ökosysteme verantwortlich zu managen und sicherzustellen, dass wir dieses natürliche marine Kapital (Sedimente, Pflanzen, Tiere, und Wasser) aufbauen und nicht zerstören. Dies ist essentiell für das langzeitige nachhaltige Wachstum und soziale Wohl unserer Küsten-gemeinschaften.

Entwicklung von wissenschaftlich basierten Renaturierungsmethoden

Unser Ziel ist die Entwicklung effektiver Samenbasierter Renaturierungsmethoden für tropische Seegrasarten. Samen bieten Resistenz der Population gegen zukünftige Störfaktoren. Sämlinge müssen jedoch große Engpässe bei der Rekrutierung überstehen und Stressfaktoren an Renaturierungs-standorten standhalten, wie  Nährstofflimitierung, energetische Hydrodynamiken, niedrige Sauerstoff-werte im Sediment.

Bei diesem Projekt steht die Entwicklung von Methoden zur Verbesserung des Sediments im Mittelpunkt, um Sämlinge in die
Lage zu versetzen, Stressfaktoren besser standzuhalten. Zudem untersuchen wir, wie unterirdische Seegrasmerkmale die Bodenkohlen-stoffsequestierung beeinflussen, eine wichtige Ökosystemleistung.

Basierend auf einer Kombination von Laborexperimenten und einem feldbasierten Restaurierungsversuch in Sansibar, wird diese Arbeit wichtige Hinweise für die Samen-basierte Restaurierung der tropischen Seegräser von Tanzania liefern.

 

Projektpartner

Rushingisha George (University of Dar es Salaam, Institute of Marine Science and Tanzania Fisheries Research Institute)

John Statton (University of Western Australia)

Martin Gullström and Mats Björk (Stockholm University)