REEF FUTURES wird fünf wichtige Ökosystemleistungen quantifizieren, die von Rifffischen an den Küsten der Welt erbracht werden. | Foto: Sonia Bejarano, ZMT

Projektbeschreibung

Der beschleunigte Verlust der Biodiversität und die Beeinträchtigung der Ökosystemleistungen sind charakteristische Merkmale des Anthropozäns. REEF FUTURES wird fünf wichtige Ökosystemleistungen quantifizieren, die von Rifffischen an den Küsten der Welt erbracht werden.

Am ZMT untersuchen wir die Einträge der Fische in den Kohlenstoffkreislauf, durch die mit der Osmoregulation einhergehende Ausscheidung von Karbonaten.

Diese Informationen werden in Modelle integriert, um das zukünftige Niveau der Ökosystemleistungen unter verschiedenen Szenarien der menschlichen Demografie, der wirtschaftlichen Entwicklung und des Klimawandels vorherzusagen. In Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen, die über  Mesokosmus-Instrumente verfügen, erfolgt die Messung der Karbonat-Ausscheidungsraten für ~70 nicht gefährdete Korallenrifffischarten in drei tropischen biogeografischen Gebieten der Welt. Für die Arbeiten wurden fünf Standorte im westlichen Indischen Ozean, im nördlichen Roten Meer, im nordwestlichen Pazifik und im Südpazifik sowie in der Institutseigenen Meerwasserversuchsanlage (MAREE) in Deutschland ausgewählt.

Die im Rahmen von REEF FUTURES  erstellten Vorhersagen der hierarchischen Modelle werden auf mehreren räumlichen Skalen und für mehrere Interessengruppen relevant sein. Nationale Ergebnisse können Regierungen helfen, frühzeitig Veränderungen in der Ressourcenverfügbarkeit und Ernährungssicherheit in Pläne zur Ressourcennutzung einzukalkulieren, während lokale Ergebnisse Gemeinden und Einzelpersonen dabei helfen werden, Veränderungen in den Ökosystem-dienstleistungen und Lebenschancen planbarer zu machen.

REEF FUTURES hat daher direkte Relevanz für  Richtlinie 2014/89/EU zur Schaffung eines Rahmens für die Meeresraumplanung.

Projektpartner

Prof. Valeriano Parravicini (Ecole Pratique des Hautes Etudes, Paris, France)

Prof. David Mouillot (University of Montpellier, France) und 16 weitere