Eine Gruppe von Menschen steht versammelt auf einer Treppe

„Ein einzigartiges Forschungsinstitut!“ - Bremer Wissenschaftssenatorin Kathrin Moosdorf zu Gast am ZMT

Am 27. Mai besuchte die Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf, das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT). Begleitet wurde sie bei ihrem offiziellen Antrittsbesuch von Irene Strebl, Staatsrätin für Wissenschaft und Kreislaufwirtschaft, und Dr. Lars Henning, Leiter des Referates „Wissenschaftsplanung und Forschungsförderung“. Professor Raimund Bleischwitz, wissenschaftlicher Direktor des Instituts, empfing die Gäste im Namen des Forschungsinstituts und dankte ihnen für ihr Kommen. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle interdisziplinäre Forschungsarbeiten des ZMT in den Tropen, aber auch der geplante Neubau des Instituts und natürlich die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

 „Wir freuen uns, dass wir heute hier zusammenkommen und näherbringen können, wie die politischen Themen Klima und Umwelt in Bremen mit der Forschung des ZMT zusammenhängen. Herzlich Willkommen an unserem einzigartigen ZMT.“ So begrüßte ZMT-Direktor Raimund Bleischwitz die Wissenschaftssenatorin Kathrin Moosdorf, Staatsrätin Irene Strebl und Referatsleiter Lars Henning. Rund 50 Mitarbeitende des ZMT hatten sich zu dem Besuch im Foyer des Instituts eingefunden, um der Senatorin und ihren Begleiter:innen einen herzlichen Empfang zu bereiten.

„Das ZMT ist einzigartig, das stimmt“, bestätigte Kathrin Moosdorf in einer kurzen Ansprache vor den anwesenden ZMT-Beschäftigten aus Verwaltung und Wissenschaft. „Es ist für Bremen und unseren Wissenschaftsstandort ein sehr wichtiges Institut. Ich freue mich, heute einen Überblick zu bekommen, wie Sie hier arbeiten und was Ihre Schwerpunkte sind. Für mich als Wissenschaftssenatorin ist es wichtig zu wissen, wie Ihre Forschung aufgestellt ist, was Sie antreibt und beschäftigt“, so Moosdorf weiter. „Ich freue mich mit so vielen von Ihnen heute ins Gespräch kommen zu können und von Ihren Forschungen zu erfahren.“

Nach der offiziellen Begrüßung nahmen sich die Gäste Zeit für einen lockeren Austausch mit den ZMTler:innen und ließen sich von Dr. Nicolas Dittert, kaufmännischer Geschäftsführer des ZMT, den Stand und die Pläne für den Neubau des Instituts anhand des im Foyer ausgestellten Architekturmodells erklären.

Meerestrauben zum Anfassen

Im Anschluss an das „Meet & Greet“ besuchten die Gäste die Meerwasserversuchsanlage („MAREE“) des ZMT. Hier gab Leiterin Silvia Hardenberg einen Überblick über die verschiedenen Funktionen der Anlage, in der tropische Organismen wie Korallen, Fisch oder Algen gehalten werden. Mit einer speziellen Alge konnten die Gäste sodann nähere Bekanntschaft machen, als ZMT-Postdoktorandin Dr. Lara Stuthmann die Besonderheiten der essbaren Meerestraube erläuterte, ein paar Stränge des Meeresgemüses zum Anfassen aus dem Aquarium holte und so einen kurzen Einblick in ihre Forschung zu Zukunftsnahrung aus dem Meer gab.

Die wissenschaftliche Arbeit des ZMT lernten Senatorin Moosdorf, Staatsrätin Strebl und Referatsleiter Henning in fünf Elevator Pitches kennen. Die Themen der Kurzvorträge, die von Dr. Annette Breckwoldt moderiert wurden, umfassten sowohl natur- als auch sozialwissenschaftliche Gebiete. Neben den Arbeiten zu bereits erwähnten Meerestrauben (Dr. Lara Stuthmann) ging es um partizipative Modellierung von Umfeldveränderungen mit Kleinfischern in Peru (Professor Achim Schlüter). Von ihrer Forschung über vom Meerspiegelanstieg bedrohte tropische Riffinseln berichtete Dr. Meghna Sengupta, während Dr. Marion Glaser ihre Arbeit in Bangladesch mit Frauen von der Insel Moheshkhali und deren Geschichten von Konflikten in Verbindung mit einem neuen Kohlekraftwerk und Verdrängung aufzeigte. Abschließend erläuterte Dr. Tim Jennerjahn am Beispiel eines Transferprojekts im chinesischen Hainan, wie Forschungsergebnisse in die Gesellschaft gebracht werden können.

ZMT-Direktor Raimund Bleischwitz äußerte sich beim Abschied der Gäste sehr positiv über den Besuch: „Dieser Nachmittag war geprägt von einer entspannten und sehr freundlichen Atmosphäre. Wir sind voller Anerkennung, Wertschätzung und Bewunderung für das Engagement der Senatorin und ihres Ressorts für Bremen, für die Themen Umwelt und Klima, und natürlich für die Wissenschaft. Wir danken unseren Gästen für ihr großes Interesse an unseren Forschungsthemen. Für uns spielt neben der Meeres- und Klimaforschung sicherlich auch die biologische Vielfalt eine wichtige Rolle, die nicht losgelöst von den Herausforderungen des Klimawandels gesehen werden kann. Viele der naturbasierten Lösungen, die wir unterstützen, haben positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Wir sind eines der wenigen Institute in der Meeresforschung, die sozialwissenschaftliche Kompetenzen haben und eben auch mit den Menschen arbeiten, was uns ermöglicht Lösungen, an denen wir arbeiten, hoffentlich auch verankern zu können.“

Wissenschaftssenatorin Moosdorf zeigte sich beeindruckt von der thematischen Vielfalt der wissenschaftlichen Arbeit am ZMT: „Irene Strebl, Lars Henning und ich haben heute einen guten Überblick über Ihre Arbeiten bekommen. Es wurde deutlich, was Sie hier für die Bremer Wissenschaftslandschaft leisten. Die Bandbreite des ZMT mit dem tropischen Fokus und dem interdisziplinären Ansatz, und alles unter dem Dach der Meeresforschung, das ist wirklich sehr beeindruckend. Vielen Dank für die Einladung!“


Eindrücke vom Antrittsbesuch der Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf