Gruppenfoto von etwa 30 Erwachsenen auf einer breiten Treppe in einem hellen, modernen Atrium mit großen Fenstern und weißen Wänden. Die Personen stehen in mehreren Reihen auf den Stufen und auf einer oberen Galerie, blicken in die Kamera und lächeln. Im Hintergrund hängt ein großes blaues Banner mit der Aufschrift „ZMT“.
Karoline Kumar, Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft ( 2. v. r.) bei ihrem Antrittsbesuch am ZMT | Foto: Jan Meier, ZMT,

Besuch der Bremer Staatsrätin Karolina Kumar am ZMT: „Der große Einsatz ist spürbar!"

Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) begrüßte kürzlich Karoline Kumar, Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, zusammen mit Vertreter:innen der senatorischen Behörde zu ihrem Antrittsbesuch.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Forschungsarbeiten zu tropischen Küstenökosystemen, den Folgen des globalen Wandels sowie Lösungsansätze für nachhaltige Küstenentwicklung.

Empfangen wurden die Besucherinnen von der Geschäftsführung des ZMT, Prof. Dr. Raimund Bleischwitz und Dr Nicolas Dittert, die das Institut vorstellten und die Bedeutung des ZMT für den Wissenschaftsstandort Bremen erläuterten. Zudem tauschten sie sich mit der Staatsrätin über den geplanten Neubau des Instituts aus.

Im Rahmen mehrerer Kurzvorträge präsentierten ZMT-Forschende verschiedene wissenschaftliche Schwerpunkte der fünf Programmbereiche des Instituts.

Rebecca Lahl stellte Arbeiten aus dem Bereich „Gesellschaftliche Wirkung“ vor und zeigte, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über verschiedene Formate in gesellschaftliche Prozesse und nachhaltige Entwicklung eingebunden werden können und welchen Beitrag das ZMT in der Nachwuchsförderung leistet.

Einblicke in die Forschung zum globalen Wandel gab PD Dr. Tim Rixen, der über Themen wie Wetterextreme, die Bedrohung der Korallenriffe, den Verlust des Grundwassers in Küstenregionen oder Sauerstoffmangel in den Ozeanen berichtete.

Dr. Tim Jennerjahn präsentierte Forschungsansätze zur „Küstentransformation“ und den Herausforderungen tropischer Küstenregionen im Spannungsfeld von Klimawandel und menschlicher Nutzung, dabei ging es unter anderem um die Auswirkungen von Nährstoffeinträgen in Küstenmeere und um die Speicherung von blauem Kohlenstoff im Sediment von Küstenökosystemen.

Bei einem kurzen Meet & Greet kamen die Gäste mit Mitarbeitenden des ZMT ins Gespräch, bevor der Besuch mit einer Führung durch die Meerwasserversuchsanlage MAREE fortgesetzt wurde.

Anhand der dort gezüchtete Mangrovenpflanzen stellte Prof. Dr. Martin Zimmer Forschungsarbeiten zur Mangrovenökologie vor und erklärte aktuelle Versuchsaufbauten mit zur Kohlenstoffspeicherung im Sediment von Mangrovenwäldern.

Dr. Andreas Kunzmann präsentierte Ansätze der experimentellen Aquakultur und deren Bedeutung für nachhaltige Küstenressourcen. Ergänzt wurden die Einblicke durch allgemeine Erläuterungen zur Anlage von Silvia Hardenberg.

Staatsrätin Karolina Kumar zeigt sich beeindruckt vom Enthusiasmus am ZMT: „Der große Einsatz ist spürbar! Die am ZMT geleistete Arbeit und Forschung tragen maßgeblich zum Verständnis tropischer Küstenökosysteme bei. Sie sind sehr verletzlich und elementar wichtig für die Biodiversität, als Kohlenstoffspeicher und als Lebensgrundlage. Nicht zuletzt die Verbindung von Natur- und Gesellschaftswissenschaften zeichnet das ZMT in besonderer Weise aus.“

Der Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit für einen intensiven Austausch über die zentrale Bedeutung tropischer Küstenökosysteme für Klima, Biodiversität und globale Ernährungssicherheit. Zugleich unterstrich er die wichtige Rolle internationaler Forschungskooperationen, um wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam weiterzuentwickeln und nachhaltige Lösungsansätze für die Herausforderungen des globalen Wandels zu erarbeiten.